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Agrar und Forstbericht 2022

19.06.2023, 22:00

Südtirols Landwirtschaft mischt weltweit im Spitzenfeld mit. Probleme werden als Herausforderungen angegangen. Dies das Fazit von LR Schuler, der den Agrar- und Forstbericht 2022 vorgelegt hat.

Sie legten Daten aus ihren Fachbereichen vor: (von links): Martin Pazeller, Abteilung Landwirtschaft, Günther Unterthiner, Abteilung Forstwirtschaft, Andrea Simoncelli, Pflanzenschutz, Landesrat Arnold Schuler, Camilla Wellstein, Kompetenzzentrum Pflanzenschutz Freie Universität Bozen, Gustav Tschenett, Bildungsdirektor und Albert Wurzer, Abteilung Landesdomäne. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Sie legten Daten aus ihren Fachbereichen vor: (von links): Martin Pazeller, Abteilung Landwirtschaft, Günther Unterthiner, Abteilung Forstwirtschaft, Andrea Simoncelli, Pflanzenschutz, Landesrat Arnold Schuler, Camilla Wellstein, Kompetenzzentrum Pflanzenschutz Freie Universität Bozen, Gustav Tschenett, Bildungsdirektor und Albert Wurzer, Abteilung Landesdomäne. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

"Aufgeregt" sei das Jahr für die Landwirtschaft gewesen, sagte Martin Pazeller, Direktor der Abteilung Landwirtschaft. Die Ukrainekrise habe vor allem den Milchsektor durch stark erhöhte Kraftfutter- und Energiepreise getroffen. Die Landwirtschaft stellte bei der Pressekonferenz das Thema Pflanzenschutz in den Mittelpunkt. "Unser Dienst hat die Aufgabe, die Pflanzengesundheit zu überwachen und erhalten, zudem stellen wir Zertifikate für den Export der Qualitätsprodukte in Nicht-EU-Länder aus", erklärte Andrea Simoncelli, Inspektor des Landespflanzenschutzdienstes. Dies seien allein 8500 bis 10.000 Dokumente für den Export von 150.000 Tonnen Äpfeln nach Saudi Arabien, Indien, Ägypten und Norwegen. 

In Sachen Pflanzengesundheit sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefordert: Sie machen Sichtkontrollen auf Feldern, in Wäldern, Äckern und Obstanlagen, entnehmen aber auch präventiv Bodenproben (beispielsweise vor der Anlage von Saatkartoffelfeldern), um die Präsenz von neuen Schädlingen festzustellen. "2022 haben wir keine neuen Schädlinge nachweisen können, aber altbekannte wie jene, die den Feuerbrand auslösen (52 Fälle) und jene, die für die Goldgelbe Vergilbung verantwortlich sind", erläuterte Simoncelli. Die Goldgelbe Vergilbung dürfe nicht unterschätzt werden. In den Gemeinden Salurn und Kurtinig gilt Rodungspflicht bei Verdachtsfällen, im restlichen Anbaugebiet herrscht Meldepflicht. Der Landespflanzenschutzdienst arbeitet eng mit dem Kompetenzzentrum für Pflanzengesundheit der Freien Universität Bozen, dem Beratungsring und dem Versuchszentrum Laimburg zusammen.

zum Agrar- und Forstbericht 2022

(PM)

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